Zur Krönung für meine sehr erforgreiche Saison durfte ich zusammen mit 6 schweizer Rennfahrerkollegen am Finale in Gubbio vom 12.-14. Oktober teilnehmen. Umrahmt von einer traumhaften Umgebung mit einem Städtchen aus dem Mittelalter trafen sich die besten Fahrer Europas zu diesem Anlass.
Insgesamt waren 21 Nationen vertreten an diesem Abschlussrennen. Steiner Motorsport übernahm den Transport meines Cupra TCR und zusammen mit einer Handvoll Freunden fuhren wir am Donnerstag nach Gubbio, wo wir am späten Nachmittag nach 8 Stunden Reisezeit ankamen.
Wir bezogen unsere Hotelzimmer, das zu Fuss 5min. vom Fahrerlager entfernt war und besichtigten danach diese traumhafte Stadt.
Am Freitag Morgen richteten wir zusammen mit Steiner Motorsport unser Fahrerlager direkt neben der technischen Abnahme ein. Danach erledigten wir die Papier- und die technische Abnahme, die sehr genau durchgeführt wurde. Anschliessend besichtigten wir die Strecke, eine Mischung aus St. Ursanne und Anzère, schnell, technisch und im oberen Teil auch sehr steil. Im Vorfeld durften wir schweizer Fahrer bei Racing Fuel Academy am Simulator die Strecke kennenlernen, somit war der Verlauf schon im Kopf.
Da ich mit meinem Cupra in meiner Kategorie GT Open gegen viel stärkere Fahrzeuge antreten musste, war ein Podestplatz zum Vornherein unmöglich. Daher konzentrierte ich mich auf die anderen TCR Fahrer, von denen ich nur wusste, dass der portugiesische TCR Meister Nunes mit seinem Audi sehr schnell war.
Am Samstag Vormittag stellte ich mich dann zum 1. von 2 Trainingsläufen auf.
Der Start war sehr schlecht, ich hatte null Grip und die Vorderräder drehten nur durch. Auch auf der Strecke war das Gripniveau sehr tief und ich fuhr auf meiner Besichtigungsfahrt mit 1.47 das erste Mal über die Ziellinie. Der erste Verfolger war erwartzngsgemäss Nunes mir dem Audi mit einer 1.49er Zeit.
Der Start zum 2. und auch letzten Trainingslauf um die Mittagszeit bei strahlendem Herbstwetter war dann um einiges besser. Auch auf der Strecke fühlte ich mich wohl, die Reifen funktionierten schon viel besser, aber leider wurde mir im oberen Streckenteil Doppelgelb gezeigt, ein Peugeot stand neben der Strecke und und ich ging vom Gas. Daraus resultierte eine Zeit von 1.44 tief, Nunes fuhr 1.44 hoch, ebenfalls unter gelber Flagge. Der Rest der TCR Fahrer lag weiter zurück. Nach dieser doch recht bescheidenen Trainingserfahrung bereiteten wir das Auto für den Renntag vor.
Anschliessend fand inmitten dieser wunderschönen Stadt eine einzigartige Fahrerparade statt. Umrahmt von einer riesigen Zuschauermenge wurde jedes Land und jeder einzelne Fahrer wie an einer Olympiade vorgestellt. Anschliessend gingen alle schweizer Fahrer mit Begleitung zusammen essen. Herzlichen Dank an Auto Sport Schweiz und Patrick Falk.
Am Sonntagmorgen rollten wir bei schönem Wetter an den Start. Das Startgelände und der untere Teil der Strecke lag noch im Schatten und ich war mir nicht sicher ob die Reifen schon ausreichend Grip aufbauten. Zahlreiche Zuschauer säumten den Vorstart und die Starttribühne war schon voll.
Der Start gelang mir sehr gut und zu meinem Erstaunen funktionierten die Reifen ausgezeichnet und ich konnte voll attackieren. Nach einem super Lauf durchfuhr ich die Zielline mit einer Zeit von 1.40.85!
Nunes fuhr nach einem Fehler eine Zeit von 1.46.29, die anderen TCR-Fahrer lagen weit zurück. Im 2. Rennlauf versuchte ich mich zu steigern, fuhr dann aber im mittleren Streckenteil zu schnell in eine Rechtskurve, wobei das Auto stark untersteuertei, ich vom Gas musste und somit den Schwung verlor.
Trozt dieses Patzers fuhr ich eine Zeit von 1.41.06! Ohne diesen Fehler hätte das eine 1.40 tief gegeben. Nunes mit dem Audi kam mir jetzt schon näher, er fuhr 1.42.02, Tagliente mit dem Peugeot 1.42.42 und Teixeira mit einem Seat 1.43.10. Margues mit einem weiteren Cupra TCR lag mit 1.46.64 schon weit zurück. Da nur der schnellste Lauf zählte, musste der letzte Rennlauf die Entscheidung bringen.
Beim Vorstart wurden wir auf eine Oelspur im oberen Streckenteil hingewiesen und ich beschloss kein unnötiges Risiko einzugehen und beendete den 3. Rennlauf mit einer Zeit von 1.42.60. Tagliente fuhr 1.43.82 und Nunes 1.44.08. Die anderen lagen noch weiter zurück. Somit hatte ich mein gestecktes Ziel, der schnellste TCR-Fahrer zu sein, mit einem Vorsprung von 1.17sec. erreicht.
Mit meiner 1.40er Zeit liess ich viele leistungsstärkere Autos hinter mir und belegte in der Klasse GT Open den ausgezeichneten 7. Schlussrang. Auch die anderen Schweizer trumpften mit super Ergebnissen auf, Roger Schnellmann siegte in der Klasse E1, Reto Meisel gewann die E2. Marcel Steiner wurde Gesamt-Fünfter.

Alles in Allem war das eines der schönsten Bergrennen überhaupt und mit etwas Wehmut räumten wir nach der Siegerehrung zusammen und machten uns auf den Heimweg.
Ganz herzlichen Dank an meine Sponsoren, meine Freunde die mit uns diesen langen Weg auf sich nahmen, Steiner Motorsport für den Transport, Peter Wyss für die Berichterstatung, Rami Hänggi für die Fotos und Patrick Falk für die Organisation.

Nun ist für mich die Saison vorbei, die besser nicht hätte sein können.

PROMAC und Jet, Marken der JPW (Tool) AG--MIDLAND--PIRELLI--WISTRA REINIGUNGSTECHNIK--FELWAG--ZÜND CONCEPT--ZABA FAHRZEUGE--AUTO ZÜRICH--RAUWDY

 

Bis Bald...

 

Zemp-Racing
Michel Zemp

 

 

  

  

 

 

 


 

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